Süd-Nord-Kanal

Der Süd-Nord-Kanal

Der Süd-Nord-Kanal (SNK) beginnt in Nordhorn/Hohenkörben. Hier knickt der Ems-Vechte-Kanal (EVK) nach Westen ab um an der Koppelschleuse zur Vechte herabzusteigen. In dem Knick beginnt der SNK. Von hier aus verläuft er über 47 km in nördlicher Richtung um dann in den Haren-Rütenbrock-Kanal (HRK) zu münden. Bei Georgsdorf zweigt der Piccardie-Coevorden-Kanal (PCK) nach Westen ab, bei Schönighsdorf der Schöninghsdorf-Hoogeveen-Kanal (SHK). Der HRK ist der einzige noch aktive Teil des linksemsischen Kanalsystems. (Der EVK ist zwar bis Nordhorn befahrbar, aber nicht eingewidmet) Der SNK verfügt über 7 Schleusen und zahlreiche Drehbrücken. Wie auch die anderen Teile des LEK hat der SNK nie die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllt die in ihn gesetzt wurden. Bis zur Ankunft des Strassentransports via LKW wurden immerhin noch Kartoffeln über den SNK und den PCK nach Emlichheim zur Stärkefabrik transportiert. Einige Torfwerke, die an der Strecke des SNK liegen, nutzten ihn ebenfalls. Nach dem II. Weltkrieg war der Kanal via EVK, DEK und MLK für eine kurze Periode eine der Haupttransportstrecken für Torf als Brennstoff nach den östlich gelegenen Großstädten Münster und Osnabrück. Aber in dem Maße wie die konkurrierende Infrastruktur Strasse und Schiene wieder Instand gesetzt wurde, ließ auch die Bedeutung des Kanals nach. Dazu kam, dass auch die Zechen im Ruhrgebiet wieder begannen Kohle zu liefern und den Torf als Brennstoff ersetzlich machte. Dennoch war es in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der SNK auf dem das letzte Frachtschiff, das auf den linksemsischen Kanälen verkehrte, nach Nordhorn fuhr. Dann wurde der SNK 1975 wie alle anderen Kanäle des LEK mit Ausnahme des HRK entwidmet. Wenn man Glück hat, kann man aber ab und an noch eine Schute des NLWKN auf dem Kanal sehen.

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